"schwuler Beton" - Entwurf für ein Homosexuellen-Denkmal
Das dänisch-norwegische Künstlerteam Michael Elmgreen und Ingar Dragset hat den ersten Preis im Wettbewerb für ein Denkmal gewonnen. Dieses soll an die Verfolgung von Homosexuellen während der Nazizeit erinnern. Mit dem Bau des 500.000 Euro teuren Projekt könnte "schon" 2007 begonnen werden.
Michael Elmgreen beschrieb die Idee so: "Es ist, als wenn einer der Blöcke vom Holocaust-Denkmal nächtens über die Straße gelaufen wäre, sich in den Wald gestellt hätte und nun sagt: Seht her, ich bin ein Teil der ganzen Geschichte, ich bin aber auch etwas Eigenes. Ich bin schwul."
Ganz unumstritten ist weder die Darstellung noch das Umfeld, in dem das Denkmal stehen soll - gegenüber dem Stelenfeld von Peter Eisenmans Holocaust-Denkmal. So gibt es Meinungen, dass man abwechselnd ein Männer- und ein Frauenpaar zeigen sollte, um auch Lesben die Möglichkeit zu geben, sich mit diesem Denkmal zu identifizieren. "Typisch deutsch" ist jedoch folgendes:
Auch sonst gehen die Künstler mit der deutschen Angst um die Bedeutsamkeit des Ortes unbefangen um, etwa mit der Sorge, ob Gras als Umgebung genüge.
Hier der gesamte Artikel der Berliner Zeitung.